Beiträge von sschuste

    Transparenz - das sagen wir jetzt alle dreimal ganz laut und dann lachen wir ein bisschen. In Spiegel Online fanden sich die folgenden faszinierenden Erläuterungen (ich kürze sie ein bisschen):

    Die Inbetriebnahme verzögert sich bis 2031, die Kosten steigen um weitere drei Milliarden Euro … Die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla hat nun … einen Konzernbericht zur Entwicklung bei Stuttgart 21 vorgestellt. Dabei fand sie offene Worte für die Fehlleistungen.

    »Transparenz ist manchmal schmerzhaft, Aufklärung kann manchmal frustrierend sein. Wir machen reinen Tisch und sagen, was ist«, erklärte Palla. Der Bericht soll als »Geschäftsgeheimnis« allerdings nicht veröffentlicht werden.

    (Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unt…b9-33c1efe017d4)

    Das ist ja eine feine Transparenz. Ich habe überhaupt keine Problem mit Stuttgart 21, der neue Bahnhof wird in meinen Augen ein architektonisches Wunderwerk und ich kann technische Probleme beim Tunnelbau noch akzeptieren - zumindest halbwegs. Aber die Löcher sind nun mal gebohrt und die Oberleitung aufgehängt und das Ding fast fertig - da kommen die mit weiteren drei Milliarden Euro um die Ecke. Ich zitiere weiter aus dem gleichen Artikel wie oben:

    Die Digitalisierung sei deutlich anspruchsvoller, als ursprünglich absehbar gewesen sei Also bitte. Das soll mir mal einer erklären. Haben die das mit Bananensteckern von Märklin geübt, oder was? Wurde die Planung wieder zur Chefsache gemacht anstatt es Experten zu überlassen?

    Planungsprozesse hätten nicht richtig funktioniert Genau, das haben wir hier schon immer so gemacht.

    Ein Technikgebäude von 2013 sei nicht mehr zeitgemäß Und dieses Technikgebäude befindet sich leider unter dem neuen Hauptbahnhof, oder was macht es so besonders?

    Es sei zu spät auf Normänderungen der Stromversorgung reagiert worden Was immer das bedeutet.

    Ja, die haben viel gebaut, aber wir reden hier von der Eisenbahn, einer seit fast 200 Jahren verstandenen Technologie. Die Chinesen haben in vier Jahren die längste Eisenbahnbrücke der Welt gebaut - knappe 165 km lang. Hundertfünfundsechszig! Und wir brauchen hier länger für ein neues Technikgebäude?

    Der verstörendste Satz im Spiegel-Artikel ist jedoch der folgende: Nun versprach die Bahn-Chefin: »Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben.«

    Ich befürchte das Schlimmste.

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    Meine Datenbank hat soeben 40,5º C abgespeichert. Das ist die höchsten Temperatur, die ich in meinen Daten für Frankfurt am Main habe. Der Datensatz beginnt 1979. So sieht das auf meiner Ulanzi-Pixelclock aus:

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    Die Daten kommen von api.openweathermap.org. Ich habe keine Ahnung, welchen Messpunkt die abfragen. Die Werte in der Apple Wetter-App liegt bei 39º C.

    Kaum jemand über 40 hat nach meiner Meinung das Recht sich heute zu beschweren. Seit den 70er Jahren wurde genau diese Situation von der Wissenschaft so prognostiziert. Man google nach "Club of Rome". Es war allgemein bekannt. Die, die heute sagen, wir wußten es nicht, die lügen!

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Allerdings darfst es ruhig unserer Generation vorwerfen. Heutige 50-jährige waren in den 80ern Kinder. Ich war Anfang' der 80er 20 Jahre alt, wusste um die klimatischen Konsequenzen und habe nichts dagegen unternommen, auch nicht mit 30, 40 oder 50.

    Muss da nicht neu gestartet werden?

    Nope. Hätte ich etwas gewollt, was ständig neu gestartet werden muss, dann hätte ich zu Windows gegriffen.

    Ich mache Updates zu keinem bestimmten Zeitpunkt, etwa so alle vier Wochen. Da mache ich ein sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade für das RaspberryOS und kümmere mich danach um die Docker-Container, in denen meine Services laufen. Für keines dieser Updates muss der Rechner neu gestartet werden.

    Das zugrunde liegende Betriebssystem auf dem Raspi ist ein Debian GNU/Linux 12 (bookworm). Das ist nicht das neueste Betriebssystem (das ist Debian GNU/Linux 13 (trixie)). Dorthin kann ich ohne Reboot des Systems nicht gelangen. Wenn ich auf die Idee komme, zu Trixie upzudaten, dann würde ich das ohnehin auf einer neuen SD-Card tun und dort meine Backups draufspielen.

    Aber solange ich nur Bookworm updaten will, ist ein Reboot nicht notwendig. Wär auch zu blöd: in meinem Beruf als Systemadmin bin ich nicht daran interessiert, Systeme neu zu starten, weil dann möglicherweise ein Service unterbrochen wird und erboste Kunden anrufen, weil ihr Scheiß nicht mehr funktioniert. Gut, die rufen nicht mich an, aber ich bekomm's schon zu hören. Ein Update eines Betriebssystems hätte dann blöde Konsequenzen. Bei einem Update auf ein neues Betriebssystem geht's dann so ähnlich wie zu Hause: es werden komplett neue Maschinen mit dem neuen Betriebssystem aufgebaut, mit der entsprechenden Software versehen und dann getestet. Auch vom Kunden ("ach nö, da haben wir jetzt gar keinen Bock drauf, das kostet schon wieder Zeit und Geld und Arbeitskraft und überhaupt, und außerdem geht das dieses Jahr auf keinen Fall mehr, es ist doch schon kurz vor Ostern und dann kommt ja auch schon Weihnachten, und da sind hier alle im Urlaub. Auf Wiederhören.").

    Naaaja. Opa erzählt schon wieder vom Gipskrieg.

    Läuft auf dem etwas

    Nur das Notwendigste:

    • Homebridge
    • Node Red (steuert meine Pixel-Clocks, fragt die Bahn nach dem Pünktlichkeitsstatus der S-Nahn, fragt Wetterdaten ab und speichert sie)
    • Influx-DB (für die Wetterdaten)
    • Grafana (stellt die Wetterdaten grafisch dar, aber auch alle Daten meiner Raspis und Macs,, die per Prometheus erhoben werden)
    • Mosquitto (mein MQTT-Broker)
    • Pi-hole
    • Prometheus

    Ich hab lange drauf gewartet und dann hab ich's verpasst :D

    Seit Jahren will ich bei meinem Raspi eine Uptime von einem Jahr. Das bedeutet: der Raspi wird in diesem Zeitraum weder ausgeschaltet noch neu gebootet. Das heißt weiterhin: das Teil wird eingeschaltet und dann wartet man, bis ein Jahr vergangen ist.

    Das habe ich schon des öfteren getan, also das Warten. Dann irgendwann doof auf dem Teil herumgespielt und kaputt gemacht - musste nach 185 Tagen gebootet werden. Also nochmal, vorn vorn. Dann gab es nach 285 Tagen einen Stromausfall in meinem Wohnzimmer. Von vorn. Dann blieb er nach 328 Tagen einfach stehen. Von vorn.

    Jetzt ist es vollbracht, und ich hab's nicht mitbekommen. Stand heute:

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    🤩

    Hier mal aus meinen Aufzeichnungen die Jahresdurchschnittstemperaturen für Frankfurt am Main der Jahre 1979 bis 2025, gespeichert in einer influx-Datenbank auf meinem Raspi und dargestellt durch Grafana:

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    Da soll noch mal einer behaupten, es ginge in diesem Land nur bergab.