Test: Der paperlesspaper paper 7-Bilderrahmen – Das smarte Kunstwerk für die Wand?
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Andy -
6. Juni 2026 um 09:41 -
145 Mal gelesen -
4 Antworten
Design & Verarbeitung: Ein echtes Bild statt Plastik-Gadget
Schon beim Auspacken fällt die erste positive Überraschung auf: Der paperlesspaper-Rahmen kommt in einem edlen Echtholzrahmen inklusive Passepartout daher. Hier gibt es keine störenden Plastikelemente, die das Gerät billig wirken lassen. Hängt er erst einmal an der Wand (oder wie bei mir stehend auf einem Sideboard), ist er optisch nicht von einem klassischen, analogen Bilderrahmen zu unterscheiden. Die Jungs aus Leipzig haben sich da schon etwas einfallen lassen.
Dank der E-Paper-Technologie verhält sich das Display im Alltag auch genau so: Es leuchtet den dunklen Raum nachts nicht aus. Der Blickwinkel ist phänomenal gut und es gibt keinerlei störende Spiegelungen – selbst wenn die Sonne direkt darauf scheint.
Einrichtung & App: In wenigen Minuten startklar
Die Ersteinrichtung ist absolut vorbildlich gelöst. Die passenden Batterien liegen direkt im Lieferumfang bei. Nach dem Einlegen schaltet man das Gerät einfach ein.
Die weitere Konfiguration läuft über die offizielle App aus dem App Store:
- App herunterladen.
- Rahmen mit dem heimischen WLAN verbinden.
- Eigene Bilder hochladen – fertig.
Neben eigenen Fotos bietet die App noch einige extrem praktische Zusatzfunktionen. Wer mag, kann sich beispielsweise seinen Google-Kalender oder einen täglich wechselnden Kalender mit Sprüchen anzeigen lassen. Damit wird der Rahmen im Handumdrehen zum stylischen Organisationstool im Flur oder Büro.
Der paperlesspaper-Bilderrahmen kann aber auch komplett ohne App verwendet werden - die Bedienung läuft dann über den Browser seiner Wahl.
Hervorzuheben ist natürlich auch, dass für die Nutzung kein Abo benötigt wird.
Bildqualität: Wie gut sind die Farben?
E-Ink-Displays waren jahrelang für ihre trägen Graustufen bekannt, doch diese Zeiten sind vorbei. Der paperlesspaper-Rahmen bringt Farbe an die Wand. Die Farben wirken sehr natürlich, hängen logischerweise aber auch ein wenig vom Ausgangsmaterial ab. Da E-Paper-Farben prinzipbedingt etwas matter und pastelliger ausfallen als auf einem Smartphone-OLED, sollte man Motive mit klaren Kontrasten wählen. Wenn das passt, ist der Effekt verblüffend echt.
Das Smart-Home-Highlight: Die Home Assistant Integration im Deep Dive
Für alle Smart-Home-Begeisterten gibt es ein ganz besonderes Schmankerl: Ein Mitglied unserer Community (djiwondee) hat unter dem Namen paperlesspaper-ha eine maßgeschneiderte Home Assistant-Integration für einen Bilderrahmen entwickelt - und die geht weit über rudimentäre Funktionen hinaus.
Nach der unkomplizierten Einbindung per HACS (die dank automatischer Geräteerkennung die gesamte paperlesspaper-Organisation auf einen Schlag erfasst) verwandelt sich der Bilderrahmen in einen vollwertigen Teil eures Smart Homes. Die Integration bringt eine Fülle nativer Entitäten direkt in euer Dashboard:
Umfangreiches Sensor-Tracking: Ihr habt in Home Assistant jederzeit den exakten Batterie-Ladestand (%), die Batteriespannung (V), die WLAN-Signalstärke (dBm), die Display-Ausrichtung (Hoch- oder Querformat) sowie den aktuellen Synchronisationsstatus im Blick. Sogar die nächste geplante Aufwachzeit des E-Paper-Displays wird als Sensor bereitgestellt - ideal, um zu wissen, wann das nächste Bild tatsächlich auf dem Rahmen erscheint.
Diagnose und Steuerung: Über dedizierte Buttons im Dashboard lässt sich der Bilderrahmen bei Bedarf aus der Ferne neu starten oder auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
Live-Feedback aus dem Gerät: Die Integration pollt die paperlesspaper Event-API und feuert native Home Assistant Events, sobald das Display aufwacht oder seinen Status ändert — etwa wenn ein neues Bild erfolgreich angezeigt wurde oder ein Update fehlgeschlagen ist. Diese Events erscheinen auf der Aktivitätszeitachse des Geräts und lassen sich direkt als Auslöser für Automationen nutzen.
Das ultimative Feature: „Zufälliger Bilder Upload“. Ihr konfiguriert einmalig einen beliebigen Ordner aus eurer Home Assistant-Mediathek (auch bspw. Remote NAS-Storage - und die Integration erledigt den Rest vollautomatisch. Bei jedem Aufruf wird das nächste zufällige Bild aus dem Ordner auf den Rahmen übertragen. Kein Bild wird wiederholt, bis der gesamte Pool einmal durchgelaufen ist. Noch cleverer: Dasselbe Bild erscheint nie gleichzeitig auf zwei Rahmen - perfekt für alle, die mehrere paperlesspaper-Displays betreiben. Kombiniert mit einem einfachen Zeitplan in HA-Automationen (z. B. stündlich, bei Anwesenheit im Haus) wechseln Familienfoto-Alben, Urlaubsbilder oder Kunstdrucke vollkommen selbstständig - ohne jedes manuelle Eingreifen.
Da E-Paper-Displays im statischen Zustand praktisch keinen Strom verbrauchen, ist das eine elegante und vor allem stromsparende Bilderanzeige, die man sich für das smarte Zuhause wünschen kann.
ZitatDie Integration ist auf GitHub unter djiwondee/paperlesspaper-ha verfügbar und lässt sich direkt über HACS als Custom Repository einbinden.
Der Bilderrahmen als Drucker
Noch nicht getestet habe ich den Ausdruck auf den PaperlessPaper-Bilderrahmen. Aber ich habe da schon Ideen, was man damit machen könnte. Hier gibt es aber dazu weitere Informationen vom Hersteller: https://paperlesspaper.de/blog/eink-print-without-paper
Bin gespannt, wann meine Frau das erste mal die Einkaufsliste dort bemerkt.
Fazit: Nicht nur für Tech-Nerds
Der kleine paperlesspaper-Bilderrahmen liefert im Test auf ganzer Linie ab. Die Verarbeitung ist edel, die Einrichtung kinderleicht und die Alltagsperformance dank des blendfreien Displays hervorragend.
Meine klare Kaufempfehlung geht daher an eine deutlich größere Zielgruppe als nur an die üblichen Technik-Enthusiasten. Wer sein Zuhause stilvoll digitalisieren möchte, ohne ein dauerhaft leuchtendes Tablet an die Wand zu hängen, bekommt hier ein rundum gelungenes Produkt zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Preise für die Bilderrahmen sind: Direkt auf der Hersteller-Website für 189€ für den (hier getesteten OpenPaper 7) und 339€ für den größeren OpenPaper, den es dann mit 13"-Display gibt (Lieferung ab September).
Technische Daten:
- Spectra 6 eInk-Display
- 7.3 Zoll
- 800 x 480px (127 ppi)
- Hochwertiger Bilderrahmen aus Echtholz
- Kann über USB-C oder AAA-Batterien betrieben werden
- Extra lange Akkulaufzeit: bis zu 6 Monate mit nur einer Ladung
- 4 x AAA-Batterien (Alternativ NiMH-Akkus)
- Batterielaufzeit ca. 6 Monate bei täglicher Aktualisierung
- Alternativ Betrieb über USB-C
- hochwertiger Bilderrahmen aus Esche Echtholz mit weißem Passepartout
- Neu: Hochwertiges UV70 Museumsglas für weniger Reflektionen
- Abmessungen: Höhe: 26 cm; Breite: 20 cm; Tiefe: 3 cm (7.3 Zoll)
- Farben: weiß, holz natur, schwarz
Quellen:
- PaperlessPaper
https://paperlesspaper.de - GitHub djiwondee
https://github.com/djiwondee/paperlesspaper-ha
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Über den Autor
Ich habe generation i mit ins Leben gerufen, um Technik mit Verstand zu begleiten.
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Ich sorge für den richtigen Rhythmus zwischen Innovation und echtem Nutzen.
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