Hier ein uralter Telekom-Kunde, der verzweifelt auf Glasfaseranschluß wartet und nichts passiert
Hier noch einer, der auch länger gewartet hat und es ist was passiert
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Im Herbst '23 hat unsere Stadt einen Ausschreibungsprozess für die komplette Erschließlung aller Ortsteile gemacht. Ein Verfahren, das in Kommunen wohl so üblich ist. Den Zuschlag erhielt die "Deutsche Giganetz" und nicht die Telekom, die nur die "dicht besiedelten" Ortsteile anbinden wollten...
Die Deutsche Giganetz musst dann auch noch von Haus zu Haus ziehen und die Vorverträge abschließen. Glücklicher Weise kam die amortisierungsnotwendige Mehrheit der Haushalte dabei zusammen und die Nachbarkommune war schon vorher dabei. So bildeten wird wohl einen Cluster für die Deutsche Giganetz.
Dann ging das Gebuddel los. Sehr fleißige Angestellte von offensichtlich Sub-Sub-Sub-Unternehmen aus Südost-Europa haben bei 30° im Schatten größtenteils von Hand die Gräben auf der Straße und an die Häuser gebuddelt - 7 Tage die Woche!
Seit einem knappen Jahr ist Glasfaser aktiviert, sechs Monate früher als erwartet. Ich hatte mich seinerzeit für den Tarif 600/300, DualStack IPv4/IPv6 und mit Übernahme des Telefonanschlusses entschieden. Alles klappte reibungslos. Die Glasfaser-Anbindung ist sehr zuverlässig und die Down- und Upload-Geschwindigkeiten sind immer deutlich mehr, bspw. 635/325 +/-.
Die Telekom hat im ganzen Ort trotzdem parallel in vielen Haushalten versucht, die DSL-Kunden auf einen "Glasfaser-Vertrag" umzustellen. Bei Nachbarn, die sich dazu überzeugen ließen, wurden diese Verträge wieder rückabgewickelt...Auch bei mir, als (ehem.) VDSL 200-Kunde, der nie mehr als 145 MBit/s Durchsatz hatte, waren sie nochmals. Die Telekom konnte mir dabei nie erklären, wann und wie sie mit Fiber To the Home bereitstellen. Der nächste DSLAM steht von meinem Haus ca. 560m entfernt und von dort liegt kein Glasfaser zu meinem Haus.
Für mich war die Glasfaser-Anbindung als Hauseigentümer auch eine wertsteigernde Entscheidung. (Für Mieter mag das anders aussehen.)
Auch wenn Brutto 200MBit als ausreichend erscheinen mögen, in Zeiten von Streaming und Homeoffice zählt für mich jedes MBit mehr und es ist g...ich kann die Mitbürger nicht wirklich verstehen, die sagen, 200MBit/s reichen mir...Vor ca. 50 Jahren wurde mein Elternhaus an eine neue Kanalisation angeschlossen. Auch seinerzeit hatten sich Nachbarn entschieden, Ihr Plumpsklo zu behalten, statt endlich ein WC einzubauen...
Ein ähnliches Disaster-Szenario sehe ich übrigens bei der Versorgung der Haushalte mit ausreichend EVU für die häusliche Aufladung der vielen Elektroautos, die zukünftig durch unsere Straßen rollen. Die Errichtung einer leistungsstarken Wallbox hat mir das lokale EVU-Unternehmen zunächst verweigert, mangels Leitungskapazität. Aber das wäre was für einen neuen Thread, der dann aber wenig mit generation-I zu tun hat.