will Tim Cook nicht backen
Beiträge von sschuste
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"next big thing" zu machen.
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So könnten die doch Pi-Hole und Konsorten eiskalt ausmanövrieren?
Genau, so wäre das dann. Aber reine IP-Adressen zu verwenden würde ganz andere Probleme verursachen.
Einfachstes Beispiel: du hast an jeden deiner 1000 Kunden die IP-Adresse deines Werbeservers verteilt. Die haben die schön in ihre Webseiten geschrieben und alle sind nun furchtbar glücklich.
Deine Maschine steht bei irgendeinem Hoster in Süddeutschland. Da stellst du fest, dass dieser Hoster in Süd-Abersaidschan für die gleiche Leistung nur die Hälfte der Kohle verlangt. Wenn du dorthin umziehen würdest, könntest du billiger anbieten oder noch viel besser: dir mehr in die eigene Hosentasche stecken. Alles, was du machen musst, ist deine Software auf einer Maschine in Süd-Abersaidschan zu installieren und deine 1000 Kunden auffordern, in ihre Webseiten eine andere IP-Adresse einzutragen. Also schreibst du 1000 Mails, und noch bevor die komplett ausgeliefert sind, bricht der Shitstorm los.
Die meisten deiner Kunden müssen für Geld einen Dienstleister aufwenden, der diese Änderung vornimmt. Viele können nur sehr langsam reagieren. Ein nicht kleiner Teil versteht deine Mail erst gar nicht. Aber alle zusammen sind nun nicht mehr furchtbar glücklich: es kostet sie alle Zeit und Geld.
Hättest du nur eine IP-Adresse auf deinem DNS ändern müssen, hätte es die werte Kundschaft wohl nicht einmal gemerkt. So aber müssen 1000 Leute was ändern, und das wahrscheinlich an mehreren Stellen. 500 deiner Kunden erzählen dir direkt und lautstark, was sie davon halten, der Rest schreit deinen Support an. Alle fuchteln mit Verträgen herum und konzentrieren sich auf das darin enthaltene Wort "Konventionalstrafe". Das alles führt zu einem sehr unentspannten Dasein, und daher macht das keiner.
Es gibt noch andere Gründe, warum die Verwendung von IP-Adressen keine gute Idee ist, aber ich denke, mein einfaches Beispiel zeigt die Problemchen schon ganz schön auf.
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Habt ihr bei euch im lokalen Netzwerk Pi-hole aktiv?
Bei mir läuft einer auf einem Raspberry Pi im Netz mit und der komplette Verkehr nach draußen wird über ihn geleitet.
Klugscheißen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen und du bist mein erstes Opfer in diesem Forum. Herzlichen Glückwunsch!
Tatsächlich wird fast gar kein Verkehr über den Raspi geleitet. Mit einer Ausnahme geht der gesamte Verkehr von deinem Mac direkt zu deinem Router und dann ins Internet und kommt auch vom Internet über den Router direkt zu deinem Mac. Ein Beispiel für solchen Verkehr wäre der fette Spielfilm in 4K, den du dir von Amazon streamst: [Amazon Server]-->[Amazon Router]-->[irgendein Router]-->[irgendein Router]-->[irgendein Router]-->[dein Router]-->[dein Mac].
Der einzige Traffic, der über deinen Raspi mit pi-hole läuft, ist der DNS-Verkehr. Dein Mac muss wissen, wohin er sich verbinden muss. Die Adresse http://www.amazon.de hilft ihm da wenig, er kann sich nämlich nur zu IP-Adressen verbinden. Die Übersetzung erledigt ein DNS-Server. Pi-hole auf dem Raspi ist ein solcher DNS-Server. Der Mac fragt "Hä? http://www.amazon.de?" und der Raspi antwortet mit "52.222.237.18". Das macht den Mac sehr glücklich und er verbindet sich zu dem Amazon-Server.
Pi-hole hat aber auch Listen, die die Adressen von Werbeservern enthalten, wie beispielsweise googleads.g.doubleclick.net. Der Mac fragt "Hä? googleads.g.doubleclick.net?" und anstatt dass der Raspi ihm die Wahrheit sagt mit "142.250.185.130", lügt er ihn frech an und meldet "0.0.0.0" zurück. Der Mac ist zufrieden, stellt gleich fest, dass es sich hier um eine ungültige Adresse handelt, lässt sie fallen und vergisst die ganze Sache einfach.
Das ist überaus effizient und spart massiv Zeit gegenüber einem Filter, der die Werbung erst abholt, scannt und dann verwirft. Außerdem würde dein Raspi, wenn er Ben Hur in 4K durch sich durchleiten muss, nach einer Weile unangenehm riechen. Und deshalb hilft pi-hole auch nicht gegen Werbung in Streams.
Ich verwende übrigens nur die mitgelieferten Standardlisten.
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Hallo zusammen.
Ich bin Stefan, 64 Jahre alt, Boomer aus Überzeugung und lebe in Frankfurt am Main. Ich bin DevOps Engineer, das ist irgendeine Quatschbezeichnung für Leute aus der Computerbranche. Ich arbeite jetzt seit 38 Jahren in dieser Branche, seit 1991 auf dem Mac und seit 1996 mit Linux, aber habe auch auf vielen anderen Betriebssystemen herumgewurschtelt. Stolz bin ich nur auf eine Nummer: privat habe ich noch nie in meinem Leben einen Windows-Computer besessen und es sieht nicht danach aus, als würde sich das noch mal ändern
.MacOS und Linux sind auch daheim die Betriebssysteme meiner Wahl. Meine Smarthome-Umgebung ist daher HomeKit-basiert. Nicht-kompatibles Smarthome-Geraffel binde ich mit Homebridge und Node Red ein. Mit HomeAssistant habe ich mich nur am Rande beschäftigt, habe aber noch keine Aufgabe dafür. Ich steuere mein Smarthome vor allem über Sprache, und da scheint es noch keine gute Lösung für HA zu geben.
Hardware interessiert mich eher weniger, und bei Elektronikbasteleien bin ich eine Null. Das ärgert mich zwar seit Dekaden, aber dagegen unternommen hab ich auch nix.
What else? Ich spiele E-Bass, bevorzugt meinen Stingray. Ich hab gerne Gäste. Ich bin Single und muss daher auf keinen WAF achten oder darauf, dass die Blagen irgendwelche klebrige Flüssigkeiten auf meinen Mac gießen. Tiere gibt's hier auch keine, und obwohl sich das nun anhört wie der neueste Bericht vom Einöd-Hof: es trägt ganz immens zu meiner Entspannung bei. YMMV.
Und das wars auch schon.