Der große Vorteil von Whatsapp
Whatsapp bietet einen entscheidenden Vorteil, der es gleichzeitig schwer macht, dass sich
bessere, schönere, und vor allem sicherere Messenger etablieren können:
Die Verbreitung.
Wie kam es dazu?
2009 wurde Whatsapp auf den noch neuen Smartphones veröffentlicht. Es traf den Nerv der Zeit,
denn SMS waren teuer, Flatrates rar und Whatsapp bot genau das: gratis im heimischen W-LAN
(oder mobil) Nachrichten zu verschicken. Später kamen Dinge wie Foto-, Video-, Standortversand
hinzu, uvm.
Die Gründer von Whatsapp wollten eine Alternative zu den teuren SMS Gebühren erschaffen, und
Dies gelang ihnen von Grund auf. Whatsapp verbreitete sich so schnell, dass selbst die
geschaffene Firma um Whatsapp nicht mehr hinterher kam. Man erinnere sich an 2012, als
Whatsapp größere Probleme seitens der Server hatte, und keine Reaktion der Firma kam.
Ein großer Umbruch brachte 2014 die Übernahme von Facebook. Woran Facebook bei einem
nicht profitablen Dienst Interesse hatte, dass sie bereit waren, 19.000.000.000 $ dafür zu zahlen,
sollte einem schon bei der Bekanntgabe klar werden. Zu der Zeit hatte Whatsapp bereits knall
700.000.000 aktive Nutzer.
Gleichzeitig brachten Datenschützer weltweit Bedenken ein, und rieten, zu einem sichereren
Messenger zu wechseln.
Folglich wurden zum 25. August 2016 mit der neuen Whatsapp Datenschutzerklärung dem
Facebook Konzern Rechte eingeräumt, die es erlauben, sämtliche Nutzerdaten (Telefonnummern,
Profilbilder, und v.a. die Nutzungsdauer von Whatsapp) an Facebook weiterzugeben.
Die beiden Gründer von Whatsapp (Brian Acton und Jan Koum) verliessen die Firma, weil sie mit
den Geschäftsgebaren von Facebook nicht mehr einverstanden waren, und Diese gegen ihre
eigene Überzeugung stoßen.
Der Rest ist Geschichte und Gegenwart.
Und genau hier setzen wir an, um den großen Vorteil von Whatsapp aufzuzeigen:
Die Verbreitung.
Nehmen wir den aktuell sichersten Messenger, der u.a. auch von Edward Snowden
empfohlen wird, Signal.
Der Client (also die Software; App) steht der von Whatsapp in Nichts nach. Es ist genau so
einfach zu installieren und zu bedienen, bietet darüber hinaus absolute
Verschlüsselungssicherheit und die Garantie (durch Open Source), dass keine Daten
gespeichert oder anderweitig verwendet werden.
Nun haben wir jedoch unzählige Personen, deren Leben nicht daraus besteht, sich mit
Computern, Apps und Messenger zu beschäftigen. Sie wollen einfach und für alle
erreichbar sein, mit Ihren Freunden und Bekannten Chatten, Sprachnachrichten versenden
und aktiv kommunizieren.
Die verbreitete Meinung über Facebook hingegen lautet: Facebook ist ein Teufel. Eine
Datenkrake. Dennoch wird sie jeden Tag milliardenfach gefüttert. Von uns.
2020 By SequoiaNun nehmen wir oben angesprochene Person A, die gerne Whatsapp nutzt. Sie bekommt
den Hinweis, doch ein mal Signal zu installieren. Die Gründe für Signal sind auch einer
nicht-computer-affinen Person schlüssig.
Person A installiert also Signal, stellt fest, dass diese App sehr aufgeräumt und gut
aussieht, jedoch ist die Kontaktliste leer (klar, alle nutzten ja Whatsapp). Enttäuscht wird
Signal wieder vom Gerät entfernt.
Damit verschwindet dann auch die Signal Registrierung mit der Telefonnummer, was nun,
vielleicht einige Zeit später, Person B feststellen wird.
Denn auch Person B wollte Signal testen, aber die Kontaktliste ist leer. Sie ist zwar mit
Person A befreundet, und chattet mit Person A über Whatsapp, aber Person B kann Person
A nicht sehen, da Person A Signal wieder den Rücken gekehrt hat.
Was macht Person B?
Signal deinstallieren, weil „es ja eh niemand nutzt“.
Und so dreht es sich permanent im Kreis, Facebook wird weiterhin mit unseren Daten
gefüttert, wird größer und mächtiger, denn „Daten sind Macht und steuern unterbewusst
Meinungen, Regierungen“.
Was wäre ein richtiger Schritt, um aus dieser Spirale zu entkommen?
Signal installieren und allen Freunden und Bekannten penetrant mitteilen, dass Whatsapp
schlecht ist? Ja, gut möglich.
Effektiver wäre es: Signal zu installieren, und irgendwo in einen Ordner schieben. Man muss
es nicht nutzen, man braucht es nicht nutzen, aber man sollte es installiert lassen, sodass
eine Person B, C, D,… die es auch mal testen möchte, um von den Datenkraken weg zu
kommen, sieht: „oh, Person A, F, G, Z haben ja auch Signal. Toll“.
Nur so wäre eine Verbreitung dieses Projektes (und nichts Anderes ist Signal, respektive
Open Whisper Systems; Non-Profit-Organisation aus Spenden finanziert, um
höchstmögliche Sicherheit im Internet zu erzielen) möglich.
Daher mein Appell:
Probiert es, installiert Signal und registriert Eure Telefonnummer. Es kann sich lohnen!